27. April 2016

Auswärtsvegetarier

Auswärts-Vegetarier, ein Begriff von Kollegen des Mannes, der eigentlich als Belustigung gedacht war. Als er mir davon erzählte, verdrehte ich im ersten Moment die Augen darüber. Jetzt verwende ich ihn inzwischen selbst ganz gerne, da er eigentlich tatsächlich ziemlich klar ausdrückt, wie wir uns ernähren.
Aber mal von Anfang an: als Teenie, ich denke das war so mit 13, habe ich von jetzt auf gleich beschlossen, mich vegetarisch zu ernähren. Ernst wurde ich anfangs nicht genommen, da ich so eine "Phase" davor schon mal hatte. Diesmal war es aber nicht nur von kurzer Dauer, da es auch einen 'Auslöser' gab: Ekel. Ich habe mich davor geekelt, Fleisch zu essen (Fisch mochte ich eh noch nie). Ich hatte keine moralischen oder ethischen Gründe, damit hatte ich mich bis dato auch noch gar nicht arg beschäftigt. Ich konnte es einfach nicht mehr essen. 
Ein paar Jahre später allerdings, habe ich mir doch auch über diese Aspekte Gedanken gemacht, einige Literatur zum Thema Fleischkonsum gelesen, sowie die ein oder andere Dokumentation angeschaut. Dies bestätigte mich natürlich umso mehr - missioniert oder versucht, jemand anderen Fleisch auszureden, habe ich dabei aber nie. Mein Motto war immer "Lässt du mich so leben, lass ich dich so leben." Hat gut funkioniert. 

24. April 2016

einfach chaotisch | lernen will gelernt sein

Als aufmerksame Leserin von anderen Blogs, Tweets und Instagrambeschreibungen habe ich mitbekommen, dass so mancher von euch ein Studentenleben führt, sich aktuell eifrig fortbildet oder ein bestimmtes Projekt verfolgt. 
Bei mir ist das ähnlich - die Abschlussprüfungen meiner zweiten Herzens-Ausbildung stehen kurz bevor. Sehr kurz sogar, die erste -Theorie- findet Anfang Mai statt. Als fleißige Schülerin, die ihren Job auch schlicht und einfach liebt, möchte ich diese Prüfungen natürlich gut sehr gut abschließen. Daher hängt mir der Kopf momentan schwer auf den Schultern, so viel Zeugs versuche ich da reinzukriegen... Geht es euch auch so? Oder ist's an den Unis und Fachhochschulen grad eher ruhig? Und sieht es bei euch dann auch so aus? *hust*


Ja, jetzt ist's raus. Ich bin chaotisch. Manchmal. Nicht in jedem Bereich. Aber was Schreibtisch / Lernen / Unterlagen / alles mit Papierkram angeht ... da bringt aufräumen nicht viel. Ungelogen - ein Tag. Dann sieht's eh wieder so aus wie vor dem Beseitigen des Chaos. Aber was soll's - zumindest die Schulunterlagen werde ich ja bald ordentlich in's Regal räumen können. Momentan wäre mir das ja heute lieber als morgen. 
Denn ja, noch ein Geständnis: auch wenn ich in meiner Klasse so ziemlich von Anfang an das "Streberlein" und die "Hey, du bist doch die Gute, kannst du mal..." war, so habe auch ich meine Flauten. Aktuell schießt mir so manchmal der Gedanke (man stelle sich hier ein quengelndes Kleinkind vor) "Maaaan, ich maaaag jetzt nicht meeeehr." durch den Kopf. 
Und dann müssen Sofortmaßnahmen ergriffen werden.


Weg vom Tisch und weg vom Stuhl (auch wenn es sich auf dem wahrlich ordentlicher sitzt). Die wichtigsten Sachen schnappen (Mut zur Lücke) und rein ins bequeme Bett (Regen etc. vorausgesetzt, sonst natürlich ab in die Sonne!).
Lernen im Bett. Gemütlich. Was spricht eigentlich dagegen? Genau - nichts! Je nach Wetter dann noch einen Eis-/Tee oder -Kaffee auf's Nachtkästchen. Nun noch den richtigen Beistand heranholen, der kritisch überprüft, was man denn da macht, ob man das auch richtig macht und auch mal für eine Knuddelpause parat steht: 


Dann klappt's erst recht gut!

Ich wünsche euch einen einfachen, gemütlichen Sonntag. Habt's schön. ♥

22. April 2016

Tag der Erde 2016

Ich bin ganz ehrlich: wäre das hübsche Schildkröten-Doodle heute morgen nicht gewesen, auf das ich draufgeklickt habe, wüsste ich vermutlich nichts vom Tag der Erde.
Es gibt so viele 'Feier'tage bzw. Tage, denen eine Bedeutung zugewiesen wurde (und sei es nur der Pancake-Tag) und die sich wie ein Lauffeuer online verbreiten und Aufmerksamkeit ernten - warum wird dann nicht von so einem schönen und wichtigem Tag wie heute mehr berichtet, stärker publik gemacht?

"Wüste mit Schildkröte" (c) Google
Zum Ursprung diesen Tages gibt es zwei Theorien: um 1970 rum ist er entweder aus einer Studentenbewegung raus entstanden oder es wurde auf einer UN-Konferenz vorgeschlagen einen solchen Tag einzuführen. Zu genaueren Recherchen, was denn nun stimme, bin ich noch nicht gekommen - weiß da jemand von euch mehr, darf er mir in den Kommentaren gerne mehr dazu erzählen. Egal ob Student oder Politiker - die Idee dahinter ist die Gleiche: auf die Umweltproblematik aufmerksam machen, die Umwelt vermehrt zu beachten und zu schützen. 
Inzwischen wird dieser Tag in über 170 Ländern am 22. April gefeiert. Es wird über Umweltverschmutzung, die Wichtigkeit von Ressourcennutzung, Projekte zum Tierschutz, etc. berichtet und informiert. Es finden zahlreiche Events statt... 
Zumindest international. Denn schaue ich auf die deutsche Seite des Earth Day finde ich genau zwei (nur zwei!) Vorträge. Suche ich über die offizielle Homepage und scrolle über die Landkarte, auf der die Veranstaltungen gepinnt sind, findet man immerhin ein paar mehr Events, die in Deutschland statt finden, aber immer noch an zwei Händen abzählbar. Schade!

Daher schlage ich vor: feiern wir den Tag der Erde 2016 eben im kleinen, jeder für sich, auf seine Art und Weise. Ich werde mir heute noch eine liebe Freundin schnappen und einen ausgiebigen Spaziergang im Wald machen und die Natur bewusst genießen und wahr nehmen. 
Was ihr sonst noch tun könntet? Lasst das Auto heute stehen, nehmt das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel. Spart Strom - der PC bleibt heute Abend aus. Kocht etwas Leckeres und genießt mit einem Lieblingsmenschen den Abend, ganz analog. Schlendert über den Markt und schaut euch an, was uns  die Natur an Leckereien alles schenkt. Geht raus, setzt euch in die Sonne, lest mal wieder ein Buch. Pflanzt etwas an - im Garten oder am Balkon - wie wäre es mit bunten Pflanzen, um die Bienen bei ihrer wertvollen Arbeit etwas zu unterstützen? Aber auch ein Kräuter- oder Kressetöpfchen auf dem Fensterbrett kann euch Freude bereiten. 

"Wald mit Fuchs" (c) Google
Mal ehrlich: kanntet ihr bereits im Vorfeld den Tag der Erde und wusstet, dass er heute statt finde? Vielleicht bin ich manchmal auch einfach etwas zu informationsresistent und habe deswegen davon einfach nichts mitbekommen? Ok, kleine Verteidigung: dank Schule und baldigen Abschlussprüfungen ist mein Kopf momentan recht voll. Dennoch steht ab jetzt fest, dass ich den 22.04. bestimmt nicht mehr so schnell vergessen werde. :-)

Ich wünsche euch einen schönen Freitag - Tag der Erde 2016. Lasst es euch gut gehen!


20. April 2016

L'Heckerei | Olching

Als ich die neuen Dinner-Termine der L'Heckerei sah, war die Reservierung quasi schon abgeschickt. Einmal waren Tim und ich bereits Gast (ich berichtete) und damals so begeistert, dass wir gerne erneut dabei sein wollten.
Letztes Wochenende machten wir uns dann also wieder auf den Weg nach Olching, sammelten Carla ein und fuhren vorfreudig zur Bioland-Gärtnerei der Familie Hecker. Dort finden in unregelmäßigen Abständen Abendessen statt: vier Gänge, vegan, mit bevorzugt selbst angebauten Obst und Gemüse. Saisonal & regional also. Im Vergleich zu letztem Mal waren wir viel zu früh dran und es war noch heller, so dass wir uns die Gärtnerei auch ein wenig angucken konnten. Und so nett wie da alle sind, war das auch kein Problem überall mal reinzuspitzeln. Ich wurde lediglich gebeten "nur die schönen Sachen zu fotografieren", aber das fällt dort nicht schwer. ;-)


Bald zog es uns dann aber ins Gewächshaus, in dem auch der Abend statt finden sollte. Die Neugier auf das Menü wuchs schließlich stetig. Begrüßt wurden wir von dem tollen Team, den Tomatenpflänzchen und eine wunderhüsch gedeckten Tisch.


Natürlich wurden wir auch diesmal nicht enttäuscht. Würzig-leckere Bärlauchbutter für den kleinen Hunger vorweg, eine cremig-fruchtige Karotten-Blutorangensuppe als ersten Gang. Gefolgt von einer Salatvariation mit Kohlrabi-Apfel-Rohkost. Und von den Steckrübenpuffern im Hauptgang schwärme ich immer noch. Eine Schokoladentarte mit Gewürzmousse bildete schließlich den Ausklang. 


Begleitet wurde das Essen neben tollen Gesprächen und dem einfach grandiosen Ambiente von einem äußerst schmackhaften Sauvignon Blanc vom Weingut Sandner.
Was soll ich noch groß sagen? Es war erneut ein ganz wunderbarer Abend - gutes Essen, nette Menschen, eine besondere Location. Auch das wird also nicht mein letzter Besuch bei der Familie Hecker gewesen sein - ich freue mich bereits jetzt schon auf das nächste vegane Dinner in der L'Heckerei. :-)


17. April 2016

einfach sein


Sonntags wird es hier einfach sein. 

Die Kategorie einfach sein steht nämlich wortwörtlich für Einfachheit, Schönes, Gemütlichkeit und dadurch ein bisschen mehr Mut zur Ehrlichkeit, mehr Onlinerealität.
Onlinerealität? Schließt sich das nicht irgendwie gegenseitig aus? Schließlich ist es doch gerade das Tolle am Internet, sich perfekt und ganz nach Wunsch präsentieren zu können. Perfekt gestylt, perfekt aufgeräumt, perfekt dekoriert. Jeder kennt diese Fotos von diversen Blogs, oder? Versteht mich nicht falsch, ich habe absolut nichts dagegen, schaue mir das ab und an auch gerne an - nur ich bin so nicht. Räume ich eine Ecke/eine Fläche in meiner Wohnung auf, sieht man davon zwei Tage später schon nichts mehr. Ok, nur bei den Küchenschubladen versuche ich mein Glück gar nicht erst...

Dafür gibt es diese Kategorie hier. Jeden Sonntag kommt hier etwas rein, was sonst keinen Platz findet, aber durchaus gesagt und gezeigt werden sollte. Und zwar ganz ehrlich, einfach und gemütlich. So wie Sonntage eben sein sollten. 
Gedachtes, Erlebtes, Erfahrenes. Auch die frühere Alltags-Frühstück-Reihe, die so gern gelesen wurde, wird hier (wohl in etwas anderer Form) weiterleben. 

Macht hier gerne mit. Postet, was für euch Gemütlichkeit bedeutet. Was bestimmt den Sonntag bei euch? Wo braucht es etwas mehr Realität? Welche einfachen Dinge machen euch glücklich? All so was, was manchmal zu selbstverständlich ist, aber auch verdient, erzählt zu werden. Hinterlasst mir dann bitte den Link, damit ich eure einfach sein-Momente auch auf jeden Fall lesen kann. :-)



13. April 2016

Rüblikekse



Mit was für einem Post starte ich hier so richtig durch, fragte ich mich nun eine Weile. Na, einem Rezept, das ich euch noch schuldig bin. War ja fast klar, oder?! Wenn auch einem für mich untypischen Rezept. Denn ich habe es getan. In einem Anfall geistiger Umnachtung habe ich gebacken. Ich. 
Ja, gut, ein bisschen weniger Drama. Eigentlich war das so: Ich wandle so durch den Biomarkt, lasse den Blick umher schweifen und bleibe an einer Packung Dinkelkarottenkekse hängen, die damit werben "ohne Zucker" hergestellt worden zu sein. Also schaue ich genauer nach (ich lese tatsächlich gerne Zutatenlisten) und erwarte eigentlich schon die üblichen Verdächtigen: Agavendicksaft, Honig, Stevia... Aber nein, den größten süßen Anteil übernehmen Sultaninen. Ja sowas. Dafür aber Palmfett. Naja ok, die 100g hätte ich mir für knapp vier Euro eh nicht geleistet. Aber zu Hause hatte ich dann doch richtig Lust auf Kekse. Rosinen hatte ich keine da, aber Dinkelmehl. Und Karotten. Also habe ich dann meine Küche kurzfristig unter Mehlstaub gesetzt und diese Entchenkekse produziert.
Ich warne euch gleich vor: die Kekse sind ganz nach meinem Geschmack und damit wohl nicht nach dem der breiten Masse. Soll heißen: sie sind nur sehr, sehr dezent süß. Ich mag das so, aber ihr könnt ruhig etwas stärker süßen. Außerdem werde ich sie nochmal backen und ein paar Minuten länger im Ofen lassen. So sind sie jetzt weich-chewy, auch das mag ich, aber ich probiere nochmal aus, ob ich sie auch in knusprig hinbekomme. 
Ach und damit sich hier niemand über das Rezept beschwert - ich habe extra nachgefragt, ob überhaupt Interesse daran besteht. Und für die fünf Leute ist das hier jetzt. :-D

8. April 2016

Vorhang auf.

Und alles auf Anfang. 
Sozusagen. Denn Bloggerneuling bin ich keineswegs. Eigentlich hätte ich es merken müssen, als ich vor ein paar Monaten eine kleine Namensänderung meines Foodblogs vornahm. Ich kenne mich ja und hätte da schon wissen müssen, dass es doch nicht nur der Name ist, der nicht mehr ganz perfekt passte. Vielleicht wusste ich es sogar schon, wollte es aber nicht wahrhaben und zu lassen. Schließlich füllte ich meinen Foodblog Fräulein M. kocht über drei Jahren mit Rezepten - die ich übrigens nach wie vor allesamt toll finde und auch online lassen werde. Und eigentlich dachte ich ja auch immer, über etwas anderes als Essen könne ich gar nicht schreiben. Aber nach und nach schlichen sich doch die ein oder anderen Themen an, über die ich gerne gesprochen hätte. Die aber so gar nicht zu meinem Foodblog passten. Also wage ich es: Neustart.

Herzlich Willkommen auf becoming green.
... meinem Weg in ein grüneres Leben.

Noch so ein Öko(*)-Blog? 
Jap, noch ein Blog. Genauso wie es auch viele tolle Foodblogs gibt. Oder Lifestyleblogs. Oder Reiseblogs. 
Als ich damals meinen Foodblog startete, stellte ich mir genau die gleiche Frage: Noch einer? Muss das sein? Dann habe ich es einfach gemacht, hatte die größte Freude damit, dadurch tolle Menschen kennen gelernt, viel erlebt - was mir sonst vermutlich alles nicht passiert wäre. Und jetzt ist es nochmal Zeit einfach zu machen, ohne lange nachzudenken (das mache ich eh oft genug).
Und ja: der Genuss wird auch hier einen großen Stellenwert einnehmen, so dass ich euch weiterhin meine Küchenabenteuer präsentieren kann. (Wer bereits bei Fräulein M. kocht mitgelesen hat, wird den ein oder andere Beitrag bereits kennen. Ein paar thematisch Passende werde ich nämlich mit "umziehen". Auch ein paar der Lieblingsrezepte werde ich bei den Rezepten mit einbauen.) Aber ich werde euch eben nicht mehr nur noch mit in die Küche nehmen, sondern allgemein in mein gemütliches Leben. Aber es bleibt bei der gewohnten Fräuleinmanier: 100% ehrlich, ohne viel Schischi, dafür mit ganz viel Herzblut. 

Und warum denn nun grün?
Nicht nur, weil es meine Lieblingsfarbe ist. Ich verbinde damit die Natur. Natürlichkeit. Achtsamkeit. Aufmerksamkeit. Wertschätzung. Dankbarkeit. Das kann man noch weiterspannen. Alles Dinge, mit denen man  versuchen könnte, die Welt ein bisschen besser zu machen. Und wenn man die Möglichkeit dazu hat, dann sollte man sie doch auch nutzen, oder? 
Aber solche Dinge waren mir nicht immer wichtig. Um genau zu sein, krämpeln wir -der Mann & ich- unser Leben eigentlich erst in den letzten ein, zwei Jahren dahingehend um und sind auch noch mitten drin. 
Davon werde ich euch hier erzählen - ohne erhobene Zeigefinger, ohne Vorschriften, wie und was man tun und lassen sollte. Erfahrungen, Erlebnisse, Gedanken, Ehrlichkeit, Eindrücke, Entwicklungen, Austausch. Ganz schlicht und einfach.

Die drei Hauptkategorien seht ihr oben: 
gut essen | Natürlich allen voran alles rund um den Genuss. Weil's halt doch noch mein Steckenpferd ist. 
bewusst leben | Achtsamkeit auf voller Linie. Beim Einkauf, unterwegs, in Sachen Umwelt, sowie bei Kosmetik und Mode.
einfach sein | Gemütlichkeit. Nachdenkliches. Alles was gesagt oder gezeigt werden muss, auch wenn es manchmal nicht zum Rest passt, wird hier einen Platz finden.

Achja. 
Nicht wundern. Noch führen die Follow-Links zu den Social Media-Seiten von Fräulein M. kocht. In einer Woche passe ich diese Seiten an, so dass sie dann zu becoming green gehören.

Und nun hoffe ich einfach, dass ihr mitkommt, mitlest, mitsprecht. 
Seid ihr dabei?



(* um es mal mit den Worten der Kollegen vom Lieblingsmann zu sagen. ;-))