29. Mai 2016

einfach gut sein


Wer nicht bei Snapchat ist (ich bin es inzwischen -> becominggreen), wird den Faktenfreitag nicht kennen, daher eine kurze Hintergrundinfo: Seit kurzem hat Juli den Faktenfreitag eingeführt. Donnerstag verkündet sie ein Thema, zu dem dann am Freitag jeder seine drei Antworten (-> Fakten) snappen kann. Ok, soweit? 
Also, vorgestern ging es um "Drei Dinge, die ich gut kann".
Was ich so mitbekommen habe, fällt es Vielen gar nicht so leicht, das zu beantworten. Ich musste auch echt eine Weile überlegen, bis ich wirklich drei Aussagen dazu parat hatte:
♥ Ich kann gut zuhören. Nicht immer habe ich den passenden Rat bereit, aber zuhören reicht oft schon aus. 
♥ Ganz banal: Ich kann gut kochen. Joa, nicht mega fancy stuff (menno, seht ihr - so schnell schränkt man sich wieder ein), aber so, dass es jedem der bisher mitgegessen hat geschmeckt hat. 
♥ Ich kann mich gut für Dinge begeistern und mich über Kleinigkeiten total freuen. Auch wenn's unwichtiges Zeug ist. Macht nichts, die kleinen Dinge im Leben dürfen ruhig gewürdigt werden. 
Eigentlich sollten wir die Frage "Was kannst du gut?" doch aus dem Stegreif heraus beantworten können. Aus voller Überzeugung. Und stolz drauf sein! Denn im Endeffekt haben die meisten der Personen, die vorgestern mitgemacht haben, gesagt, dass es ihnen sehr gut getan hat, darüber nachzudenken und sich selbst bewusst zu machen, was sie gut können. 
Wir machen uns oft genug kleiner, als wir sind. Unnötigerweise. Weil man nicht als überheblich abgestempelt oder in irgendeine Schublade gesteckt werden möchte. 
Schluss damit! Heute überlegt ihr euch einfach auch mal: was könnt ihr gut? Und dann seid ihr stolz darauf! Deal? ;-)

Ich wünsche euch einen einfachen und gemütlichen Sonntag. 
Habt's schön. ♥

27. Mai 2016

Mein erstes Mal fair Fashion.

Wenn sich der Gedankenkreisel schon um Bewusstsein, Plastik, Nachhaltigkeit, Gesundheit, ... dreht, gelangt man natürlich irgendwann auch bei der Mode an. Um ehrlich zu sein: natürlich weiß ich schon länger, von den Missständen in Kleidungsfabriken in billigen Produktionsländern. Und jedes Mal, wenn man ein Teil von einem der großen, bekannten Modeläden in der Hand hält, weiß man eigentlich genau, dass der günstige Preis nicht gerechtfertigt sein kann. Sowohl in Qualität, als auch im Hinblick auf die Produktion. Dennoch habe ich diesen Aspekt relativ lange ausgeblendet. Vielleicht aus Bequemlichkeit. Ich weiß es nicht genau. Jetzt möchte ich das auf jeden Fall nicht mehr. Das heißt nicht, dass ich nun meine Kleidung besagter Läden einfach rauswerfe, aber bei zukünftigen Käufen werde ich etwas bewusster entscheiden. Ich möchte weitesgehend auf Plastikfasern, also Polyester, Polyamid, Viskose, etc. verzichten. Bei Elastan wird das schon schwieriger, aber da kann man ja versuchen, den Anteil möglichst gering zu halten. Außerdem werde ich darauf achten, wo bzw. wie die Kleidung hergestellt wird. Second Hand wird nun auch ein spannendes Thema. Die drei zuletzt gekauften Kleidungsstücke zum Beispiel waren aus dem Sozialkaufhaus. Dort und auf Flohmärkten und Ähnlichem werde ich mit Sicherheit noch häufiger gucken, denn diese drei Röcke sind tatsächlich ziemlich perfekt. Außerdem war ich neulich auf einer Kleidertauschparty und habe dort ebenfalls sehr hübsche Stücke ergattert. 

Was ich aber nicht aus zweiter Hand kaufen möchte, ist Unterwäsche. Daher habe ich zum ersten Mal Kleidung mit fair Label bestellt. Von Aikyou und Vatter. Und weil ich so begeistert war, muss ich euch einfach davon erzählen. (Ja, ehrliche Begeistertung, nichts gesponsert oder so. :-) )

(c) Vatter Fashion

24. Mai 2016

DIY | Pulver für die Geschirrspülmaschine

Wer A sagt, muss auch B sagen.
Nee, natürlich muss keiner auch nur irgendwas. Aber ich für mich, habe diese Konsequenz gezogen: wenn ich schon Naturkosmetik verwende, um möglichst wenig unnötige Chemie an mich ranzubringen, dann möchte ich das auch in anderen Bereichen so handhaben. Bereiche, die so offensichtlich sind, dass ich erst gar nicht dran gedacht habe. ;-)
Und zwar meine ich die ungeliebten (weil Hausarbeit und so) Reinigungsmittel, mit denen man in Kontakt kommt. Mein erster Schritt, nachdem das konventionelle Produkt aufgebraucht war (ja, unnötig weggeschmissen wird hier dennoch nichts): ein vergleichbares Produkt aus biologisch abbaubaren Rohstoffen. Das bekommt man inzwischen ja schon leicht.
Irgendwann packte mich dann aber die Lust auf's experimentieren. Heraus kamen vorerst selbstgemachtes Spülmittel und Pulver für die Geschirrspülmittel.
Bei letzterem habe ich gleich mehrere 'Probleme' gelöst: die Chemie im Abwasser, an uns (man weiß ja nicht so genau, ob nicht doch noch Rückstände am Geschirr haften), dem Müll (jedes meiner früheren Tabs war extra in ein Plastiktütchen gepackt!) und der Dosierung. Oftmals wäre besagtes Tab nämlich gar nicht im Ganzen nötig gewesen.
Ha und das alles mit nur vier simplen Zutaten:




22. Mai 2016

einfach gut gegessen #1

Neben "einfach frühstücken" wird es hier sonntags auch ab und an "einfach gut gegessen" geben. Es gibt nämlich so viele tolle, einfache Gerichte oder Leckereien, für die gar kein richtiges Rezept oder konkrete Mengenangaben nötig sind, die aber trotzdem -oder gerade deswegen- Aufmerksamkeit verdienen. So wie diese simple Knäckebrotgeschichte:


Spargel mit Koch-/Parmaschinken. Spargel mit Omelette. Spargel mit Schinken, ins Omelette gewickelt. Klassiker, die man kennt und mag. Und warum an etwas Gutem groß rumpfuschen, wenn es sich bewährt hat? Genau das dachte ich mir bei dieser Frühstücksidee: Die Basis - Spargel, Schinken, Ei - bleibt, sie kommt einfach nur mal anders daher. 

Zutaten 
grüner Spargel
Frühlingszwiebel
Eier
geräucherter Rinderschinken (vom (Bio-)Metzger/Hof des Vertrauens)
Brot nach Belieben

Zubereitung
Holzige Enden des Spargels abschneiden und die Stangen in kleine Stücke schneiden. Frühlingszwiebeln grob hacken. Eier mit einem Schuss Mineralwasser, Salz und Pfeffer gründlich verquirlen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, Spargel und Frühlingszwiebeln darin sanft anbraten, bis der Spargel gar ist. Das dauert bei kleinen Stückchen ca. fünf Minuten. Dann die Eier darüber geben und zum Rührei garen (da hat ja jeder so seine eigene Methode. Ich schiebe die Ränder immer nach und nach zur Mitte hin). Spargelrührei auf Brot verteilen, falls nötig nochmal etwas pfeffern und den Schinken darauf verteilen.

Vegetarier: Schinken durch Räuchertofu ersetzen. Oder ganz weglassen - das Rührei schmeckt nämlich auch pur. 

Ich wünsche euch einen einfachen, gemütlichen und leckeren Sonntag. 
Habt's schön. ♥

18. Mai 2016

Tschüß Chemie, hallo Natur!

Macht man sich Gedanken über Ernährung, Umwelt, Ökologie, Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und wie man es alles benennen mag, kommt man irgendwann auch an den Punkt der chemischen Bestandteile in Produkten, die man zu Hause hat.
Mir kam das tatsächlich irgendwann ganz plötzlich in den Sinn: ich achte so sehr darauf, wie ich mich ernähre, dass es mir gut geht und ich gesund bin. Und am Abend klatsche ich mir dann die Chemiekeule á la Creme/Shampoo/Spülmittel/etc. auf die Haut. Ausgerechnet auf die Haut, unser größtes Organ, durch die die ganzen Inhaltsstoffe schön einziehen können. Na bravo. Dazu kommt ja sogar, dass ich jemand bin, der tatsächlich nicht alles verträgt. Ich weiß zwar nicht genau, woran es liegt, aber manchmal reagiere ich doch auf den ein oder andere Stoff mit irritierter Haut. 
Nun gut, also wurde mir klar: ein Umstieg auf Naturprodukte musste her - im Bereich der Kosmetik, aber auch im Haushalt generell. Spülmittel, Seife, Waschpulver, ... All das möchte ich nun nach und nach austauschen. Vorhandenes wird aufgebraucht, aber nicht erneut nachgekauft. Entweder wird es die natürliche Alternative werden oder ein selbstgemachtes Produkt. Und das tut nicht nur mir gut, sondern auch der Umwelt. Daher: Tschüße Chemie, hallo Natur!


Naturkosmetik
Ich muss hier anmerken: ich habe noch nie ein großes Faible für Kosmetik gehabt und werde daher auch hier nicht ins absolute Detail gehen - dafür sucht ihr euch dann einen Beautyblogger, der mit Leidenschaft von diesem Thema berichtet. Aber grob möchte ich euch schon den Unterschied der Kosmetika näher bringen.
Im Gegensatz zur konventionellen Kosmetik, unterliegt zertifizierte Naturkosmetik strengeren Auflagen: es dürfen nur haut- und umweltfreundliche Rohstoffe, die der Natur entstammen, verwendet werden. Tierversuche sind tabu. Es gibt Regeln, wie weit die Inhaltsstoffe verarbeitet sein dürfen und welche Bestandteile biologischen Ursprungs sein müssen. Desweiteren gibt es exakte Verbote: Paraffine / Erdölprodukte, synthetische Duftstoffe, Silikone, organisch-synthetische Farbstoffe. Achtung: Naturkosmetik ist nicht automatisch vegan! Stoffe, die von Tieren produziert werden, wie z.B. Bienenwachs, Milch, Honig, ist erlaubt. Rohstoffe aus toten Tieren hingegen natürlich nicht.
Klingt doch gut, oder? Durch die natürlichen Rohstoffe kann man sagen, dass Naturkosmetik auch generell besser für empfindliche/sensible Hauttypen geeignet ist, selten darauf allergisch reagiert wird oder  Hautirritationen auftreten.

Haushaltsprodukte
Zugegeben, hieran habe ich anfangs gar nicht gedacht. Handspülmittel, Geschirrspülmaschinenpulver, Wasch- und Reinigungsmittel. Das kauft man alles so selbstverständlich ein (sind wir mal ehrlich: oft wird nur nach Geruch entschieden, was man nimmt und nicht nach Inhaltsstoff), dass man gar nicht bedenkt, was da alles drin sein könnte. Tenside zum Beispiel. In der Regel werden synthetische Tenside verwendet, die aus Erdöl-Rohstoffen bestehen. Je nach Verwendungszweck sind dann außerdem Alkohole, natürlich Duft- und Farbstoffe, ätzende Wirkstoffe (Säuren), usw. drin. Kennt ihr diese kleinen Polierkügelchen? Das ist Mikroplastik und landet mit dem Wegspülen des Reinigungs- oder Waschmittels im Abwasser. Klasse, oder? Ich persönliche trage außerdem keine Handschuhe beim putzen, sprich das kommt alles mit meiner Haut in Berührung...
Genug Gründe, um auch hier auf natürlichere Mittel umzuschwenken. Das heißt nicht zwingend, dass man alles selber machen muss. Ich habe daran zwar momentan großen Spaß und probiere viel aus, aber es gibt auch schon einige Hersteller, die eben jene Produkte aus pflanzlichen/mineralischen Rohstoffen herstellen. Also mit biologisch abbaubaren Inhaltsstoffen arbeiten, meist auch auf Duftstoffe, Phosphate, etc. verzichten und auch bei der Produktion auf eine ökologische Arbeitsweise achten.

Wie gesagt: ich probiere gerade viel aus, was das Selber machen von verschiedenen Produkten angeht und werde -Erfolg vorausgesetzt- euch hier immer mal wieder davon berichten und Rezepturen aufschreiben. 
Habt ihr denn schon mal daran gedacht, auch bei Nonfood-Produkten auf die Zutatenliste zu schauen? Habt ihr mit bestimmten, 'grünen' Reinigungsmitteln oder Naturkosmetika besonders gute Erfahrungen gemacht? Über Tipps freue ich mich -wie gehabt- natürlich immer! 

15. Mai 2016

einfach nichts | "Und? Was hast du so gemacht?"

Als ich noch in einem Beruf mit klassischem Montag-Freitag-Alltag und klassischem Samstag-Sonntag-Wochenende gearbeitet habe, gab es da immer diesen einen Zeitpunkt in der Woche, den ich am liebsten übersprungen hätte. Die Mittagspause am Montag. Sitzt man dann nämlich so eng aneinandergepfercht weil viel zu wenig Platz gemütlich beisammen und holt seine Mittagsverpflegung raus, kommt unweigerlich irgendwann DIE Frage:

"Und? Was habt ihr am Wochende so gemacht?"


Dann geht's los. Wandern in den Bergen. Einfach ins Auto gestiegen und irgendwo hingefahren. Spontane Nacht im Wellnesshotel. Shoppen. Diese oder jene Stadt besichtigt. Sich mit XY getroffen. Sport gemacht. Im Zoo oder Museum gewesen. Hausputz. Renoviert.

Und dann der Moment, an dem ich eigentlich an der Reihe wäre von meinen Unternehmungen zu erzählen. Irgendwann ermittelt man ein Gespür dafür, wann dieser Moment sein wird. Genau dann habe ich natürlich blöderweise den Mund viel zu voll zum sprechen. Oder bin in die Zeitung vertieft. Oder habe wahnsinnig wichtiges Business am Handy zu erledigen. Einfach, damit ich nicht ständig "och, nichts..." sagen musste.
Dafür könnte ich meine aktuellen Kollegen ja knutschen. Da heißt die Frage nämlich nicht "Was hast du so gemacht?", sondern "Und? Schönes frei gehabt?" Wenn man was zu erzählen hat, wird zugehört. Wenn man nur mit "Ja." antwortet, ist das auch in Ordnung. 

Denn ist es echt so verwerflich, wenn nicht jede freie Zeit aktiv genutzt wird? Wenn man es genießt daheim gemütlich zu machen? Am besten natürlich mit Mann und Hund gemeinsam. Wenn das einzig Nennenswertere vielleicht ein schöner Spaziergang im Wald war oder man die Mama besucht hat? Also nichts Spektakuläres, aber Balsam für die eigene Seele. Ich finde ja, man darf ruhig öfter mal einfach nichts machen. Den Moment genießen, entspannen, sich mit Dingen beschäftigen, die gerade eigentlich nicht wichtig sind und damit viel zu viel Zeit vertrödeln.

Ach, wisst ihr was? Das nächste Mal, wenn mir DIE Frage gestellt wird, werde ich einfach mit dem größten Grinsen "Nichts! Einfach nichts! Gut, oder?!" sagen und zufrieden nicken!


Ich wünsche euch einen einfachen, gemütlichen Sonntag. 
Habt's schön. ♥

13. Mai 2016

Handkäse-Salat mit Linsen und Apfel

Handkäse. Auch so was, das ich früher nicht mal im Traum angeschaut hätte. Es gibt nämlich so einige Lebensmittel, die ich in jüngeren Jahren verschmäht habe. War nicht immer einfach mit mir, glaub ich. ;) Und mit Käse hatte ich ja ziemliche Anlaufschwierigkeiten. Irgendwann ging wenigstens milder Käse, ohne strengen Geruch und möglichst "normalen" Aussehen (die Optik spielte bei mir als Kind/Teenie echt eine große Rolle). Keine Ahnung, wie es dazu kam, dass ich dann doch irgendwann mal einen Handkäse gekauft und probiert hab. Aus einem anfangs "joa, geht schon..." wurde dann irgendwann doch ein "jaaa, bitte, mehr!" Und seit dem gibt's ihn immer wieder. :-) Oft pur, mit einem Klecks Senf, auf's Brot oder in den gemischten Salat mit reingeschnitten. Diesmal aber als Haupdarsteller:

10. Mai 2016

Projekt: Plastik reduzieren | Küche - Bestandsaufnahme & erste Maßnahmen

Mit einem anderen Blick in seine Küche zu gehen, ist gar nicht so einfach. Nicht den "Gewohnheits-alles-wie-immer"-Blick aufsetzen, sondern den "So-und-jetzt-wollen-wir-mal-schauen-wie-es-so-ums-Plastik-steht"-Blick. Ich habe euch ja bereits erklärt, warum und wieso: den gesundheitlichen Aspekt meines Lieblingsmannes und mir, die Vermeidung eventuell ständig unbemerkt Kunststoffpartikelchen aufzunehmen.

Bestandsaufnahme.
Also rein in die Küche und erstmal überlegt: habe ich hier tatsächlich so viele Plastikartikel?
Der Check zeigt: Oh man, ja, hab ich. Jede Schublade geöffnet und tatsächlich in jeder Schublade mindestens ein, zwei Teile gefunden. Küchenhelfer, Geräte, Aufbewahrungsdosen (oh ja, eine ganze Schublade voll NUR mit Plastikdosen), Rührschüsseln, Vorratsdosen, Silikonbackformen, ... Das Übliche. Und viel davon.

Let's change!
Das Überraschende: ich habe sofort einige Sachen durch plastikfreie Alternativen austauschen können. Ja echt, ich hatte ebenso viele Küchenhelfer aus Holz oder Edelstahl, nur in einer anderen Schublade. Zwei Rührschüsseln konnte ich direkt durch Steinzeug und Porzellan ersetzen. Die kleinen Plastiklöffel, die ich beim Kochen zum probieren benutze, habe ich durch andere Teelöffel, die nicht zu unserem Standardbesteck gehören, ausgetauscht. Silikontopflappen konnten durch Stoff ersetzt werden (was ich nicht alles habe...). Und Einiges wurde auch einfach als überflüssig eingestuft und ersatzlos weggeräumt.

Neu-Alt.
Natürlich hatte ich nicht alles in doppelter (dreifacher *hust*) Ausführung, aber ein Anfang war so schonmal gemacht. Seit dem wechselt nun nach und nach das ein oder andere Teil. Ich möchte nicht alles neu kaufen (der arme Geldbeutel) und stöbere daher im Internet bei den Kleinanzeigen, im Sozialkaufhaus oder auf Flohmärkten. So konnte ich schon günstig weitere Rührschüsseln ersetzen und zwei wunderhübsche Glasgefäße erstehen, für die im Gegenzug direkt ein paar Aufbewahrungsdosen rausgeflogen sind. 

Herausforderungen.
Momentan finde ich es noch am schwierigsten die Plastikdosen zu ersetzen. Es gibt zwar wunderhübsche Edelstahldosen, aber die sind neu nicht gerade günstig (jaa, auch nicht wirklich richtig teuer, aber, na... ihr wisst schon, oder?). Käseglocken findet man online zwar durchaus, aber noch nicht in meiner Gegend (würde mir den Versand gerne schenken). Mir geht es dabei um riechende Sachen, wie übrige Speisen, Käse/Wurst, etc. Da bin ich empfindlich, ich möchte nicht eine Duftwolke einatmen müssen, wenn ich meinen Kühlschrank öffne. Gläser eigenen sich zwar gut zum einfrieren, aber für Speisenreste sind Form/Größe nicht so optimal. Noch klappt es ganz gut, die Lebensmittel in Schälchen zu geben und mit möglichst passendem Tellern abzudecken. Aber ich werde natürlich weiterhin die Augen offen halten, nach luftdichteren Alternativen.
Übrigens war auch ein kleiner Stolperstein anfangs der Lieblingsmann. Dinge wie "Die schönen Rührschüsseln..." & "Du bist ja voll im Wahn..." musste ich mir anhören. Nicht schön, aber auch nicht Grund genug, um mich aufzuhalten. Und inzwischen sind sogar schon ein paar Dinge ausgetauscht worden, weil er daran gedacht hat.



Wohin mit dem Plastik?
Erstmal habe ich alles Ausgetauschte/Aussortierte in eine (Plastik-)Kiste geschmissen. Die war ziemlich schnell ziemlich voll... Also wohin mit den aussortierten Sachen? Zum wegschmeißen ist es zu schade, wäre auch nur unnötige Müllproduktion. Ich habe im Zuge von generellem Ausmisten ein bisschen was verkaufen können, ein bisschen was verschenkt und den Rest bringe ich ins Sozialkaufhaus.

Noch ist meine Küche natürlich nicht plastikfrei (und das wird sie auch nie ganz sein, wie ich euch ja schon erklärt habe), aber der Anfang ist somit gemacht und die Plastikreduktion geht weiter. Ich halte euch auf dem Laufenden. :-)

8. Mai 2016

einfach ich | Meine Macken gehören zu mir

Ich habe im Hinblick auf die "einfach sein"-Kategorie zu mehr (Online-)Realität aufgerufen. Mehr Mut zur Ehrlichkeit. Weil nicht immer alles perfekt und geschönt sein muss.


Ich bin ich.
Dazu gehört natürlich auch erstmal eine gewisse Selbstreflektion - sich selbst so wahr und annehmen, wie man ist. Akzeptieren, dass man die ein oder andere Macke hat, nicht immer perfekt sein kann und sich nicht verrückt machen, wenn mal was nicht so klappt, wie man gern hätte. Vor allem Letzteres fällt mir manchmal noch sehr schwer. Ich bin in manchen Dingen sehr ehrgeizig und ärgere mich unheimlich viel und lang, wenn eine Sache anders läuft, als ich geplant hatte. Ich kann mich dann bis zu den Tränen hineinsteigern - bis ich an den vorherigen Satz denke: man kann und muss auch gar nicht immer perfekt sein. Am besten fängt man damit klein an. 

Ich bin ok.
Im Umgangston sagt man ja "Macken" oder "Ticks", aber ich nenne sie lieber "Eigenheiten" - die kleinen Dinge, die uns so anders und besonders machen. Manchmal etwas verrückt, manchmal für andere so gar nicht nachvollziehbar, manchmal wissen auch nur wir selber davon. Aber sie gehören nun mal dazu, weswegen  wir sie einfach so hin- und annehmen sollten. Sich ändern, weil irgendwer das komisch finden könnte? Ach iwo! 
Außerdem finde ich es äußerst amüsant, sich sowas einzugestehen und kann über meine Eigenarten durchaus lachen. 

Wenn ich zum Beispiel Erdnüsse (natürlich die in der Schale!) esse, sortiere ich erstmal aus: zuerst werden die kaputten Nüsse gegessen, dann die "Einzeller", wie ich sie gedanklich liebevoll nenne, erst zum Schluss die ganz "normalen", intakten Erdnüsse.

Ich habe einen Lieblingslöffel. Generelle esse ich am liebsten mit Löffel. 



Wenn ich die Wohnung verlasse, darf kein Geschirrtuch auf dem Herd liegen. (Könnte daran liegen, dass ich es als Teenie geschafft habe, ein Tuch tatsächlich so zu entflammen. ;-)).

Esse ich Joghurt oder Quark aus dem Glas, aber mache es nicht komplett leer, fahre ich mit dem Löffelrücken solange über die verbleibende Masse, bis eine plane, glatte Oberfläche zurückbleibt. Chaos im Joghurtglas? No way! Selbiges gilt für Erdnussmus.

Wenn hier zehn Kugelschreiber herumliegen, werde ich dennoch immer wieder die selben zwei, drei verwenden.

Mein Hund ist mein Baby. Was ihn betrifft, kann ich echt pingelig werden, was schon oft zu komischen Blicken geführt hat.

Manche Gegenstände haben in meiner Vorstellung einen festen Platz, auch wenn es eigentlich ziemlich unrelevant ist, wo sie liegen - ich korrigiere das dennoch jedes Mal (und auch den Mann, wenn er sie wieder "falsch" verräumt).

Wie tickst du so?
Ihr merkt schon: mir geht es heute nicht um Charaktereigenschaften oder Fähigkeiten - das ist schon eine Stufe zu hoch für die kleine Sonntagseinfachheit hier. Nein, mir geht es um Kleinigkeiten. Eigenarten. Besonderheiten. 
Habt ihr auch so was? Kleine Rituale, die euch den Alltag versüßen oder belustigen? Überlegt doch mal! Und wenn ihr wollt - erzählt davon. Das ist nämlich voll ok! :-)


Ich wünsche euch einen einfachen, gemütlichen Sonntag. Habt's schön. ♥

4. Mai 2016

Die Sache mit dem Plastik

Wenn man einmal anfängt, sich mit dem Thema Plastik zu beschäftigen, kommt man aus der Informationsflut und dem Plastikstrudel nicht mehr raus. Ich zumindest nicht - ich kann nicht, nachdem ich etwas Negatives erfahren/recherchiert/aufgezeigt bekommen habe, einfach die Augen zu machen und es ignorieren. Vor allem und hauptsächlich nicht, wenn es um die Gesundheit meiner Familie und mir geht.

Plas|tik
Plastik ist eigentlich nur der Ausdruck unserer Umgangssprache für Kunsstoffe aller Art. Ich war lange am überlegen, ob ich hier ins Detail gehen soll, was, wie, wo, warum Plastik ist und warum, wie, wie sehr, etc. es schädlich ist. Aber ganz ehrlich: ich hatte zwar immer Spaß an Chemie, aber bin gänzlich ungeeignet dafür euch Polymerisation & Co. zu erklären. 
Was ich euch aber sagen kann: Plastik ist nicht unbedenklich. Das beginnt bei der Herstellung, bei der kaum eine Firma gerne offen legt, was in ihren Plastikpellets alles drin ist, bis hin zu uns, dem Verbraucher, der vielen, vielen Studien nach zur Folge, heftige gesundheitliche Schäden vom Plastik davon tragen kann. Allen voran BPA, Bisphenol A, das hormonverändernde Einflüsse, daher auch oft als "Hormongift"bezeichnet, auf menschliche und tierische (es gibt inzwischen Intersex-Fische, sic!) Organismen haben kann. BPA findet sich in sehr vielen Produkten: PET-Flaschen, Schnullern/Nuckelflaschen (früher zumindest, heute sieht man fast immer den Aufdruck "BPA-frei"), Konserven (!, daran denkt man gar nicht sofort, wenn man an Kunststoff denkt, gell?), Thermopapier (z.B. Kassenbons), ...
An sich ist Kunsstoff natürlich nicht automatisch schädlich. Jedenfalls nicht, solange es in seiner Ausgangsform ist, sprich sich kein Partikelchen löst. Kleinstpartikel = Mikroplastik = kaum wahrnehmbar und zu Hauf vorhanden. Und jetzt mal ehrlich - wer hat keine Plastikaufbewahrungsdose daheim, die nicht den ein oder anderen Kratzer hat? Wer kennt nicht die Tupperdosen, die sich über Jahre hinweg verfärben? (Ja, das kann bedeuten, dass sich Stoffe gelöst haben)? Wer hat nicht schon mal auf ein Stück Frischhalte-/Alufolie gebissen, das aus Versehen noch am eingewickelten Brot klebte? Ich schon. Und das will nicht mehr.

It's a plastic planet
Zum gesundheitlichen Aspekt kommt natürlich auch die Umweltverschmutzung durch Kunsstoffe hinzu. Ein Spaziergang ohne mindestens eine Plastiktüte oder -verpackung rumliegen zu sehen? Hab ich noch nicht erlebt. Im Vergleich: der Abbau einer Plastikflasche dauert ca. 450 Jahre, ein Pappkarton zwei Monate. (Quelle)



Seit ich mir diverse Dokus zum Thema Plastik angeschaut habe, gehe ich mit ganz anderem Blick umher (manchmal will ich eigentlich gar nicht zu viel wissen...) und habe beschlossen, was zu ändern.
Aber dazu wann anders mehr.

Projekt: Plastik reduzieren!
Warum nicht ganz plastikfrei? Weil ich realistisch bin. Es gibt ein paar -für mich unentbehrliche- Geräte, auf die ich nicht verzichten werde und die ich auch nicht austausche, solange sie noch funktionieren. Mir geht es nun erstmal vorrangig um die Küche, also die Verbindung von Plastik zu Essen. Pürierstab (hat einen Plastikgriff), Entsafter, Food Processor, Wassersprudler (immerhin mit Glasflaschen), ... Auch gibt es ein paar Lebensmittel, die ich hier nur in Plastikverpackung bekomme und die ich zu gern esse, als dass ich sie ganz weg lassen wollen würde. Den Kauf auf ein Minimum reduzieren werde ich aber schon. Und wenigstens beim Rest möchte ich auf "ohne-Plastik" achten. 
Wie ich ja oben erwähnte: mein Fokus liegt zuerst auf der Gesundheit meiner Familie und mir. Bei uns bezieht sich das zum Großteil eben auf die Ernährung, weswegen das auch die Kücher der erste Punkt ist, an dem ich etwas ändern und verbessern möchte. Mit Sicherheit werde ich auch noch die anderen Bereiche unserer Wohnung und Lebensweise durchleuchten, aber jetzt erstmal Schritt für Schritt, eins nach dem Anderen. :-)

Ich stehe noch am Anfang von diesem Projekt, lade euch ein, dabei zu sein und vielleicht ja sogar mitzumachen. Es folgt hier in Kürze: die Bestandsaufnahme.

1. Mai 2016

einfach frühstücken #1

Auf Fräulein M. kocht gab es die Kategorie Alltags-Frühstück, die euch und auch mir selbst sehr gut gefallen hat. Beim Blogwechsel wurde sogar gefragt, ob ich die Serie nicht beibehalten möchte. Ja, möchte ich, auch weil es hier einfach perfekt hineinpasst. Wer sagt denn, dass nur das schön drappierte Frühstücksbuffet, die aufwendig gebackenen Pfannkuchen oder der volle Frühstückstisch ein perfekter Start in den Tag sind? Versteht mich nicht falsch - all das mag ich richtig gerne. Aber auch ein einfaches, ruhig auch schnell gemachtes Frühstück kann den Morgen verschönern. Daher zeige ich euch hier ab und an, was es bei mir morgens so gibt. Keine super-duper Fotos, eher schnelle Schnappschüsse, da mein Bauch in der Früh nicht lange auf sein Essen warten mag. ;-)

Frühstückspizza - dank selbstgemachten, eingefrorenen Teiglingen auch ganz schnell gemacht.