27. Juli 2016

Bio ist nicht gleich Bio

Einen kleinen Überblick über den Siegel-Dschungel habe ich euch ja bereits aufgezeigt. Heute geht es etwas tiefer in die Bio-Materie. Denn als ich anfng, mich über Haltungs- & Fütterungsbedingungen von Nutztieren zu informieren, wurde schnell klar: holla, da gibt's Unterschiede! Ebenso schnell beschloss ist: nur "Bio" reicht mir bei tierischen Produkten nicht.

Es gibt nämlich ein paar Anbauverbände, die zwar auch nach den Bio-Standards wirtschaften, sich selbst aber noch eigene, strengere Richtlinien und Ziele gesteckt haben. 

Demeter | Bioland |  Naturland | Biokreis




Aber was machen die nun anders?
"Die Entwicklung von Richtlinien und ihre Umsetzung in die Praxis ist das Herzstück der Arbeit eines ökologischen Anbauverbandes." - Naturland

24. Juli 2016

einfach ein Bilderbuchsonntag

Es gibt Zeiten, da sind sie recht selten, die Bilderbuchtage. Daher muss man sie festhalten. Wie, das entscheidet ihr. Fotos, Worte, digital, analog, in einem Buch, auf einem Zettelchen, ...
Bilderbuch(sonn)tage sind für mich Tage, die von vorne bis hinten stimmen. Er beginnt gut, verläuft gut, endet gut. Es gibt nichts auszusetzen, man genießt einfach. Ich hatte neulich so einen Tag. Der erste Bilderbuchsonntag seit langem.


Foto via unslpash.com

Eine planmäßige, angenehme Zugfahrt. 
Ein Spaziergang auf alt bekannten, fast vergessenen Wegen mit einem Lieblingsmensch.
Eine nette Einkehr, ein kühles Getränk im Schatten der Bäume.
Die Kindheit durch das Lieblingskartenspiel von früher (sogar mit den Karten) wieder aufflackern lassen. Ein Nickerchen an einem der wenigen Orte, die pure Geborgenheit ausstrahlen.
Noch ein Lieblingsmensch. 
Ein fabelhaftes Essen im tollen Restaurant. Wir kamen zu Beginn und waren die vorletzen Gäste. Es wurde in vollen Zügen genossen.
Eine ruhige Heimfahrt. 
Ein kuschliges Bett.

Mehr brauche ich manchmal gar nicht. 

Ich wünsche euch einen einfachen und gemütlichen Bilderbuchsonntag. 
Habt's schön. ♥


21. Juli 2016

Im Siegel-Dschungel

Dieses Siegel hier, jenes Logo da und dort noch eine andere Zertifizierung. Manche Produkte im Bio-(Super)markt strotzen nur so von Bildchen. Aber was heißen die ganzen Siegel denn eigentlich? Ich gebe euch heute einen kleinen Überblick zu den bekanntesten Logos. (Und nein, ich möchte damit nicht ausdrücken, dass ihr nur Bio-Lebensmittel & Co. kaufen sollt - das mache ich auch nicht ausschließlich.)
Das grüne Siegel mit den Sternchen kennt ihr bestimmt. Es ist das allgemein gültige EU-Bio-Siegel und man findet es im Bioladen auf den meisten (oder sogar auf allen? Das muss ich mal nachforschen. ;-)) Produkten. Diese Produkte müssen zu mindestens 95% aus kontrolliert biologisch angebauten Inhaltsstoffen bestehen.
"Bio" ist übrigens ein geschützter Begriff, wusstet ihr das? Damit betitelte Produkte müssen immer den Anforderungen des Bio-Siegels entsprechen.



Auch dieses Logo wird euch gut bekannt sein. Das ist das deutsche Bio-Siegel.
Die Nutzung dieses Siegels ist freiwillig und kostenlos. Wenn man es aber für seine Produkte nutzt, müssen diese Produkte den Ansprüchen der EG-Verordnung entsprechen und bei einer Öko-Kontrollstelle angemeldet sein. Einen ausführlichen Flyer zu diesem Siegel findet ihr hier.







Seit kurzem gibt es auch noch das bayerische Bio-Siegel. Damit werden Lebensmittel mit geprüfter Qualität inklusive Herstellungsnachweis gekennzeichnet. Anbau und Verarbeitung müssen in Bayern stattfinden und der komplette Weg eines Produkts bis zum Verkauf lückenlos nachvollziehbar sein. Bei Interesse steht hier noch viel mehr und viel genauer dazu. 





Nun gibt es aber noch einige weitere bekannte Logos von beispielsweisen Verbänden und Organisationen.
Noch zur Bio-Kategorie gehörend sind natürlich die Verbände demeter, Bioland, Naturland, Biokreis. Außerdem (mir allerdings relativ unbekannt) Biopark, Ecovin, Ecoland, und Gäa - Vereinigung Ökologischer Landbau e.V..



Auf diese vier Verbände möchte ich beizeiten noch genauer eingehen und lasse sie daher hier erstmal außen vor.

Desweiteren gibt es verschiedene Organisationen, die sich auf die Kennzeichnung von Produkten mit speziellen Richtlinien/Regeln/Vorraussetzungen beziehen. Hier mal drei Siegel, die man recht häufig sieht:





Der MSC (Marine Stewardship Council) setzt sich für nachhaltige Fischerei und den Schutz der Weltmeere ein. Fisch und Meeresfrüchte, die mit diesem Siegel gekennzeichnet sind, wurden also unter bestimmten Richtlinien von nachhaltigen Fischereien gefischt. Mir persönlich ist dieser Standard nicht 'genug'. Dennoch ist die Intention des MSC ist natürlich toll und meiner Meinung nach das Mindeste, worauf man beim Kauf von Fischprodukten achten sollte.

Fairtrade ist eine Organisation, die an der Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen in Entwicklungsländern arbeitet und beteiligt ist. Fairtrade stütze sich auf Ökologie, Ökonomie und Soziales. Das bedeutet, dass mit diesem Logo gekennzeichnete Produkte ökologisch und kontrolliert produziert wurden, die Bauern und Arbeiter gestärkt werden und der Verkauf dieser Produkte ihnen existenzsichernde Preise einbringen. Desweiteren setzt sich Fairtrade für faire Arbeitsbedingungen ein. 

Die Rainforest Alliance steht für besonders aktive Arbeit im Umweltschutz im Hinblick auf Land- und Forstwirtschaft, sowie den Tourismus - und zwar in tropischen Gebieten. Produkte, die dieses Siegel tragen, müssen fast oder ganz komplett aus Teilen von zertifierten Betrieben stammen. Diese Betriebe arbeiten nach strengen Regeln und berücksichtigen die Kriterien des Umweltschutzes, der Wirtschaftlichkeit und sozialen Verantwortung (= die drei Säulen der Rainforest Alliance-Zertifizierung).

Natürlich gibt es noch viel, viel mehr Informationen auf Produkten. Viele Supermärkte haben ihre eigenen Biosiegel oder Logos, die Regionalität oder besonder Standards kennzeichnen. Dann gibt's natürlich noch die Symbole für vegane, laktose- und glutenfreie Produkte und und und.
Manchmal wird man anhand der Informationsflut im (Bio-)Supermarkt als Verbraucher auch fast schon erschlagen. Ich hoffe, mit diesem kleinen Einblick in den Siegel-Dschungel ein wenig Klarheit verschaffen zu können.

17. Juli 2016

einfach aussortiert

Foto via unsplash

Puh, ich weiß gar nicht, wie viele Dinge ich in den letzten Monaten aussortiert habe. Dabei sind wir erst vor gut einem Jahr umgezogen und ich dachte, da eh schon ordentlich ausgemistet zu haben. Pustekuchen. Als ich nämlich immer mal wieder den ein oder anderen Schrank / Regal / Wohnungsecke unter die Lupe genommen habe, sind doch noch richtig viele Sachen zum Vorschein gekommen, die ich gar nicht mehr brauchte. Am meisten: Bücher, CD's, DVD's und Kleidung.

Hat man mal angefangen, ist aussortieren wirklich einfach. Locker-leicht geht es einem von der Hand. Und ist man doch mal unsicher und denkt nicht sofort "Das kann weg.", stellt man sich am besten folgende Fragen:

Seit wann besitze ich das und wie oft war es seit dem in Gebrauch?
-> Das steht schon seit Jahren dort und benutzt habe ich es erst zwei Mal?
Kann es mir in Zukunft dennoch nützlich sein?
-> ... oder hebe ich es doch nur aus Bequemlichkeit / Gewohnheit auf?
Brauche ich das also wirklich?
-> Nein? Also, weg damit!

Nun habt ihr mehrere Möglichkeiten: verkaufen (Kleinanzeigen, Facebookgruppen, Flohmarkt, ...), verschenken oder spenden (Sozialkaufhaus oder andere soziale Einrichtungen). Den Weg zum Mülleimer würde ich nur im Falle von kaputten, wirklich nicht mehr nutzbaren, Dingen gehen. Mit allem anderen könnt ihr vielleicht noch jemand anderem ganz einfach eine Freude machen.

Noch ein paar Tipps zum aussortieren:
*Lasst euch nicht vom aktuellen Minimalimus-"Trend" (das meine ich jetzt nicht negativ, aber das Thema ist momentan einfach topaktuell) verunsichern: ihr müsst euch nicht von allem trennen. Hängt das Herz, eine Erinnerung oder einfach etwas Anderes an dem Gegenstand - dann behaltet ihn ruhig.
*Zwingt euch nicht à la "Ich muss jetzt ausmisten!". Step by step, eine Station nach der Anderen. So könnt ihr viel besser bewerten, was ihr wirklich braucht und was nicht.
*Für den Fall, dass ihr nicht alleine wohnt: fragt euren Partner/Mitbewohner bevor ihr etwas endgültig weg gebt. Nicht, dass es danach ein kleines Drama gibt. ;-)



Ich wünsche euch einen einfachen und gemütlichen Sonntag. 
Habt's schön. ♥

13. Juli 2016

DIY | Spülmittel

Ich habe momentan wirklich großen Spaß am "Selbermachen". Abschminktücher, Geschirrspülmittel, Haarkuren und nun auch noch Handspülmittel. Warum ich daran noch nicht früher gedacht habe - ganz unabhängig von Plastik, Chemie & Co. - weiß ich gar nicht. Ich bin nämlich was die Hände betrifft echt geplagt. Als Kind hatte ich Neurodermitis und auch wenn es lange nicht mehr so schlimm ist, habe ich sobald es kalt wird, sofort wieder trockene und rissige Hände. Häufiges Spülen mit heißem Wasser und Spülmittel macht das Ganze nicht besser, egal ob Sommer oder Winter. Vielleicht ist es auch ein wenig Einbildung, aber ich meine zumindest, dass es meinen Händen besser geht, seit ich im Bad ein Stück Seife auf Naturkosmetikbasis habe, ebenso eines in der Dusche und in der Küche das selbstgemachte Spülmittel verwende. Würde ja eigentlich auch Sinn ergeben,
Nun, zurück zum Spülmittel: es ist schnell gemacht und in der Wirksamkeit konnte ich auch noch keine Nachteile zum gekauften Mittel feststellen. Lediglich die Konsistenz ist anders und man muss die Flasche häufiger schütteln, da die Seife in der Lösung beim ersten Versuch nach einer Weile etwas ausflockte. Nach der zweiten Herstellung ist das aber nicht mehr vorgekommen. 

10. Juli 2016

einfach gut gegessen #3

Wer bei mir schon länger mitliest, kennt die L'Heckerei inzwischen. Hier und hier habe ich bereits ausführlicher über unsere Abende dort berichtet. Heute gibt es einfach nur die -hoffentlich ordentlich Appetit machenden- Bilder, ganz unspektakulär nur mit dem Handy gemacht. Denn diesen Abend habe ich einfach mal nur in vollen Zügen genossen. 

6. Juli 2016

Das Hofgut Storzeln

Ich dachte ja, dass Sojamilch und ich in diesem Leben keine Freunde mehr werden. Viele kamen aufgrund haufenweiser Zusatzstoffen oder Zucker nicht in Fragen und die, in denen nichts weiter reingepanscht wurde, schmeckten muffig. Gut, dann halt nicht. Der Sojaanbau ist ja eh fragwürdig. Aber dann probierte ich durch Zufall den Sojadrink vom Hofgut Storzeln. Nicht nur, dass die Pur-Variante tatsächlich nur aus Sojabohnen und Wasser besteht und sich super aufschäumen lässt, er schmeckt mir auch noch richtig gut. Also richtig gut. Sogar pur. Und im Kaffee. Angebaut werden die verwendeten Bohnen sogar in Deutschland, nahe dem Bodensee. Jackpot. 
Eigentlich fragte ich beim Hofgut nur nach, ob es irgendwann möglich sein wird, den Sojadrink in Flaschen zu erhalten (vorerst leider nicht), aber lustigerweise entwickelte sich daraus ein wirklich netter Kontakt. So dass ich heute die Möglichkeit habe, euch das Hofgut anhand eines kleines Interviews vorzustellen.

3. Juli 2016

einfach ausgelernt

Lernchaos am Esstisch | Lunch to go | Breakfast to go | Lernchaos im Bett
Halleluja. Wie schnell können denn bitte zwei Jahre vergehen?! 
Vor diesen zwei Jahren dachte ich noch "Puh, 24 Monate wieder Azubine sein. 24 Monate Lehrlingsgehalt. 24 Monate lernen, lernen, lernen." 
Und nun? Vorbei. 
Von jetzt auf gleich (ok, die Prüfung ging neun Stunden lang) bin ich auf einmal einfach ausgelernt.
Ausgelernt reiht sich in meinem Kopf übrigens zu den "komischen Wörtern" mit ein. Wörter, die aufgrund von Klang/Aussprache, Schreibweise, Zusammensetzung, etc. einem seltsam vorkommen. Kennt ihr bestimmt auch, oder? (ODER?)
Wie dem auch sei: ich darf seit Freitag Abend nun offiziell die Bezeichnung "Auszubildende" weglassen und mich Restaurantfachfrau nennen. *hust* Eine sehr gute abgeschnittene Restaurantfachfrau. *hust* 
(Ihr erinnert euch: einfach gut sein.)
Und obwohl ich schon das Fachabitur durchgestanden habe, das bereits meine zweite Ausbildung ist und ich dieses ganze Abschlussgedöns also gut genug kenne - ist es trotzdem wieder ein komisches, gutes und unreales Gefühl, wenn dir jemand den blauen Zettel in die Hand drückt, gratuliert und sagt, dass du nun ausgelernt bist. Einfach so, nach ganzen zwei Jahren.
Aber ich freue mich einfach drüber und nehme es so hin. :-)


Ich wünsche euch einen einfachen und gemütlichen Sonntag. 
Habt's schön. ♥

... und wenn ihr zögert, hadert, hin und her überlegt: manchmal kann es mehr als gut sein, einfach mal die sichere Spur zu verlassen und etwas zu wagen. Wie eben zum Beispiel seinen sicheren Arbeitsplatz aufzugeben und nochmal von vorne anzufangen.